Mangel an Vitamin D erhöht das Sterberisiko

Mangel an Vitamin D erhöht das Sterberisiko

25. Jan 2023

Schon ein geringer Mangel an Vitamin D kann kann das Sterberisiko erhöhen, das legen Ergebnisse einer aktuellen Studie nahe. Liegt ein großer Mangel vor, steigt das Risiko sogar deutlich an.

Um der Frage nachzugehen, ob ein Vitamin-D-Mangel tatsächlich ursächlich für das erhöhte Sterberisiko ist, hat ein Team der South Australian Health and Medical Research Institute in Adelaide eine großangelegte Studie durchgeführt. Die Studie beruhte auf den Daten aus Blutproben von mehr als 300.000 Briten, die zwischen 2006 und 2010 in der UK Biobank gespeichert wurden. Diese Daten wurden zunächst einer Mendelschen Randomisierung unterzogen. Das bedeutet, dass genetische Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel ermittelt und die Proben gemäß dieser Risikofaktoren nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen verteilt wurden.

Die Forscher fanden heraus, dass die Studienteilnehmenden mit einem Vitamin-D-Spiegel unter 50nmol/l (oder 20ng/dl) ein erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu Studienteilnehmenden über 50nmol/l (oder 20ng/dl) haben. Der Risikofaktor erhöhte sich bei den Teilnehmenden je nach Schwere des Mangels. So war bei Teilnehmenden mit einem Vitamin-D-Spiegel unter 10 nmol/l (oder4ng/dl) das Sterberisiko sechsfach erhöht im Vergleich zu Menschen mit einem Vitamin-D-Spiegel im Normalbereich. Todesursachen bei diesen Teilnehmenden waren insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Atemwegserkrankungen. Andere Studien weisen ähnliche Ergebnisse auf.

Somit zeigt sich, welch wichtige Rolle Vitamin D in unseren Körperzellen hat und verdeutlicht erneut, dass die Behebung eines starken Vitamin-D-Mangels wichtig ist. Vorwiegend in der dunklen Jahreszeit leiden mehr Menschen an einem Vitamin-D-Mangel. Denn der größte Vitamin-D-Lieferant ist die Sonne, genauer: UVB-Licht der Wellenlänge 300 nm. Zwischen Oktober und März ist aufgrund des niedrigen Sonnenstandes dieses UVB-Spektrum nicht verfügbar. Das zeigt sich auch bei den Werten aus den Checkup-Untersuchungen von PREVENT.ON. Zwischen den Jahren 2014 und 2022 wurden die Daten von über 5.000 Teilnehmenden, die sich gleichmäßig über das die Jahreszeiten verteilen, ausgewertet. Zwischen Oktober und März lag bei 54 Prozent der Teilnehmenden ein Vitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/l (oder 20ng/dl) vor, während dieser Mangel in den Monaten April bis September bei nur 37 Prozent der Teilnehmenden festgestellt werden konnte.

Eigene Auswertung PREVENT.ON

Datenschutzhinweis

Um unsere Website zu verbessern und Ihnen ein großartiges Website-Erlebnis zu bieten, nutzen wir auf unserer Seite Cookies und Trackingmethoden. In den Privatsphäre-Einstellungen können Sie einsehen, welche Dienste wir einsetzen und jederzeit, auch durch nachträgliche Änderung der Einstellungen, selbst entscheiden, ob und inwieweit Sie diesen zustimmen möchten.

Notwendige Cookies werden immer geladen